„Wenn ich an Griechenland denke“, so Karsten Haug, „fallen mir Gyros, Urlaub und unser ehemaliger BVB-Spieler Sokratis Papastathopoulos ein.“ Doch Griechenland – und insbesondere die Geschichte der griechischen Community in Dortmund – ist weit mehr als vertraute Bilder und kulinarische Assoziationen. Genau diesen erweiterten Blick eröffnet die heutige Ausstellungseröffnung „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an … Dortmunder Griechen 1976“ im Hoeschmuseum.
Im Rahmen der Dortmunder Auslandskulturtage 1976 präsentierten die jungen Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge eine Reihe kontrastreicher Schwarz-Weiß-Fotografien, die erstmals intime Einblicke in Freizeit, Schule, Arbeit, Familie und Gemeindeleben der Dortmunder Griechen ermöglichten. Die Aufnahmen sind ein eindringliches Zeugnis der Lebenswelt einer ersten Migrantengeneration.
50 Jahre später zeigt die Ausstellung eine neue Auswahl dieser historischen Fotografien. Veränderte Lebensrealitäten und eine gewachsene gesellschaftliche Teilhabe eröffnen heute einen erweiterten Blick auf den fotografierten Alltag von 1976. Das Foto zur Ausstellungseröffnung zeigt Teile der griechischen Community gemeinsam mit Museumsleiterin Isolde Parussel und Karsten Haug.
Es waren spannende Gespräche mit den älteren Herren, die auch über die Flurstraße, den dortigen Spielplatz und die angrenzende BVB-Kirche sprachen.
Die BVB-Gründerkirche nahm an der Eröffnung teil, weil sie sich als Ort der Dortmunder Stadtgesellschaft versteht, an dem Fragen von Migration, Erinnerung und Zusammenhalt verhandelt werden. Als historischer Begegnungsraum mit enger Verbindung zur Stadt- und Fußballgeschichte setzt sie damit ein sichtbares Zeichen für kulturelle Vielfalt und Dialog.
