Das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft ist mit einem starken 7:1-Sieg geendet. Neben dem Spiel gab es einen bemerkenswerte Geste von deutschen Spielern, u. A. Felix Nmecha und Jonathan Tah, die vor dem Spiel am Mittelkreis miteinander gebetet haben. Diese Geste ist von mehreren Medien sehr bewusst wahrgenommen und mit unterschiedlichen Adjektiven versehen worden, von „bemerkenswert“ (Augsburger Allgemeine) über „besondere Szene“ (Stern) bis zu „kurios“ (Bild) wurde der Moment beschrieben. Felix Nmecha selbst sagte im ARD-Interview „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir alle sehr dankbar sind.“
Als BVB-Gründerkirche sind wir ein Ort der Verbundenheit aller Menschen und verstehen Gebet und Dank immer als Ausdruck dieser Verbundenheit mit Gott. Uns erreichen heute auch Anfragen in Sorge darum, dass Formen von Religiosität Ausgrenzung schaffen. Unsere Grundsätze sind da sehr klar und wir stehen darin in einer Linie mit Papst Leo XIV., der in diesem Monat als Gebetsanliegen formulierte „Lasst uns dafür beten, dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung und des Dialogs zwischen Kulturen und Nationen ist und Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördert“. Ausgrenzung hat darin keinen Platz, versöhnendes Gebet über Teamgrenzen hinweg umso mehr. Fußball bringt alle Menschen und alle Religionen zusammen …..und vielleicht sehen wir bei dieser WM noch andere Formen des interreligiösen Danks für dieses wunderbare Spiel?