Verdamp lang her… aber jetzt gibt’s wieder Baustellengeflüster!

Tach liebe Freunde des gepflegten Baustellenfiebers! Eure rasende Reporterin Klara Klartext meldet sich endlich mal wieder zu Wort.

Heute Morgen bin ich fix in mein gelbes Cabrio mit schwarzem Faltdach gesprungen (so gehört es sich ja schließlich für ne Dortmunderin), um der berühmten Kirche in der Flurstraße mal wieder einen Besuch abzustatten.

Kaum lief der Motor, schmetterte durchs Radio „Verdamp lang her, verdamp lang, verdamp lang her…“ von der kölschen Band BAP.  Na, wenn das mal kein Zeichen ist! Denn mal ehrlich: Es ist tatsächlich verdamp lang her, dass ihr von mir ein Baustellenupdate bekommen habt. Umso gespannter war ich natürlich, was sich in den vergangenen Monaten alles getan hat.

Natürlich hat mich der Karsten über dieses neumoderne soziale Medium namens „WhatsApp“ immer mal wieder mit Fotos versorgt. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Also steigen wir erstmal gemeinsam in meine kleine Zeitmaschine oder besser gesagt: In meinen WhatsApp-Chat.

November 2025.

Ein Bild aus der Kirche… Moment mal… ist das wirklich die Dreifaltigkeitskirche? Wo etwas mehr als ein Jahr zuvor noch Kirchenbänke standen, ragt plötzlich ein dickes, fettes Gerüst bis hoch unter die Decke. Die Durchgänge sind eng, überall Stahl, Stangen und Bretter. Egal, wohin man schaut – Gerüst, Gerüst und nochmal Gerüst. Die Trockenbauer haben in dieser Zeit wirklich ganze Arbeit geleistet.

Und vermutlich ist genau das auch der Grund, warum ich euch so lange kein Baustellenupdate geliefert habe. So ein Gerüst ist ja nun ehrlich gesagt nicht der spannendste Gesprächspartner. Trotzdem ist in den vergangenen Monaten unglaublich viel passiert: Trockenbau? Check. Neue Decke? Check. Akustikputz? Check. Und noch jede Menge weiterer Arbeiten gleich mit erledigt.

Doch genug von damals, zurück in die Gegenwart!


 

Schon auf dem Parkplatz fällt mir auf, dass sich an der Fassade zwischen den beiden Türmen ordentlich etwas verändert hat. Da sind tatsächlich die neuen Fenster eingesetzt worden! Die frisch entstandenen Fensterbögen sehen mit dem Glas richtig schick aus. Das ist schon echt cool!

Auf der Suche nach irgendwem aus dem Projekt entdecke ich direkt die nächste Überraschung. Da schaffen die Bauarbeiter doch gerade echt einen neuen Eingang zum Gottesdienstraum neben der Kirche!

Ich will mir das Ganze gerade aus der Nähe anschauen, da geht auch schon im Pfarrhaus das Fenster auf und Karsten ruft nach mir: „Hallo! Klara! Schön dich hier mal wieder begrüßen zu dürfen! Ich bin gleich bei dir!

Gemeinsam betreten wir die Kirche. Und das Erste, was mir auffällt?

Das Gerüst ist weg! Endlich! Aber Moment mal… Was steht denn da jetzt? Schon wieder Stahl! Ach Mensch… ich wollte euch doch heute eigentlich mal nicht nur Stahl zeigen.

Doch dann klärt Karsten mich auf. Zehn Tonnen Stahl.

Und zwar nicht irgendein Stahl. Sondern der Stahl für die neue Tribüne!

Ja, richtig gelesen: Mitten in der Kirche wird gerade die Tribüne eingebaut.

Da konnte ich natürlich nicht anders und musste sofort „Leuchte auf, mein Stern Borussia“ anstimmen. Zugegeben, meine Gesangskünste sind ausbaufähig. Aber die Akustik? Die ist schon jetzt richtig beeindruckend.

Karsten grinst nur und verrät mir den Grund: Der neue Akustikputz im Gottesdienstraum sorgt dafür, dass Sprache und Musik später richtig gut zur Geltung kommen. Genauso wie meine schiefen Töne!

Auf dem Weg nach draußen treffe ich dann noch Volker. Ich frage ihn natürlich direkt, was er von der neuen Tribüne hält.

Er muss nicht lange überlegen: „Eine Tribüne in einer Kirche – das klingt erstmal verrückt und ist genau deshalb richtig. Beides sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen und gemeinsam nach vorne schauen. Dass hier gerade Reihe für Reihe ein Platz für unsere Gemeinschaft entsteht, finde ich großartig.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Außer vielleicht eins: Ich euch erstmal wieder auf den neuesten Stand gebracht. Und ich verspreche euch: Der nächste Baustellenbericht lässt hoffentlich nicht wieder verdamp lang auf sich warten.

Jetzt genieße ich erstmal die Sommersonne mit einem ordentlichen Taxiteller und einem kühlen Pilsken.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Klara Klartext