Mit der heutigen Veröffentlichung unseres Institutionellen Schutzkonzeptes (ISK) auf der Homepage gehen wir einen wichtigen Schritt in der operativen Weiterentiwcklung unseres Projektes. Für uns ist ein Schutzkonzept keine bürokratische Pflichtübung, sondern das wesentliches Qualitätsversprechen eines sicheren Ortes – gerade an einer Schnittstelle, an der Kirche, Fußball, Nordstadt-Quartier und emotionale Begegnungen aufeinandertreffen. Das bisherige ISK war eher ein Lückenfüller ohne echte Betriebserfahrung, die Neufassung, die gleichlautend nun für Förderverein und Projektbetrieb gilt, eine echte Grundlage für die Arbeit im Welcomezelt als auch ab 2027 in der umgebauten Dreifaltigkeitskirche.
Schutzräume in Unterschiedlichkeit
Wie wichtig eine differenzierte, professionelle Haltung ist, haben uns die prägenden Formate der vergangenen Wochen einmal mehr vor Augen geführt.
- Das Format „Abraham und Sarah“ mit GrundschülerInnen im Welcomezelt
- Der DigitalKitchen-Workshop mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Malinkrodt-Schule im Studio41
- Bei der Obdachlosenwallfahrt in Dortmund mit Menschen, deren Alltag oft von Unsichtbarkeit und psychischen wie physischen Grenzüberschreitungen geprägt ist.
In allen Settings bedeutet Schutzkonzept: Sensibilität für Rolle und Macht, Bewusstheit im Umgang, Aufmerksamkeit für Grenzen – so wollen wir arbeiten.
Ein dynamischer Qualitätsstandard für unser Netzwerk
Unser ISK basiert auf der Präventionsordnung des Erzbistums Paderborn und bindet sowohl das Erzbistum als auch den Förderverein Hl. Dreifaltigkeit e.V. ein. Thomas Klöter als Bereichsleiter Pastorale Dienste und Auftraggeber sowie Heike Regener als Vorsitzende des Fördervereins haben es in Kraft gesetzt und von der Präventionsstelle des Erzbistum wurde es bereits bestätigt.
Da wir als „Ermöglichungsraum“ stark auf das Zusammenspiel von Hauptamtlichen, Netzwerkpartnern, Honorarkräften und Ehrenamt setzen, gelten die Qualitäts- und Schulungsstandards für alle Akteure gleichermaßen. Das Konzept regelt unmissverständlich:
- Verbindliche Verhaltenskodizes für den alltäglichen Umgang und den Sonderbetrieb.
- Klare Meldeketten und Interventionspläne bei jeglichem Verdacht auf Grenzverletzungen, eng verzahnt mit den Beratungsdiensten des Erzbistums und städtischen Akteuren wie dem Jugendamt Dortmund.
- Transparente Beschwerde- und Beteiligungswege für Besucherinnen und Besucher.
Kooperation durch Transparenz
Für alle unsere Partnerorganisationen aus dem direkten Netzwerk, den Stiftungen und Spendern sowie Schulen, kirchlichen Einrichtungen und BVB-Beteiligten schaffen wir mit dieser Veröffentlichung Transparenz. Ein verlässliches Netzwerk funktioniert nur, wenn die Standards zur Prävention sexualisierter und struktureller Gewalt gegenseitig bekannt und anschlussfähig sind. Wir verstehen dieses ISK – analog zu unserem Teamkonzept – als dynamisches Arbeitsdokument (Work in progress), das regelmäßig evaluiert wird, um sich verändernden Realitäten im Quartier und im digitalen Raum flexibel anzupassen. Eine nächste Aktualisierung ist in zwei Jahren regulär vorgesehen.
Dokumenten-Download: > Das vollständige Dokument steht ab sofort im Bereich Platzordnung zur Verfügung. Für fachlichen Austausch oder Fragen zu unseren Präventionsschulungen steht unser Projektteam jederzeit bereit.